Prinzipien


Jeder Gothe hat auf dieser Seite die Möglichkeit seine persönliche Vorstellung über die Prinzipien und deren Verwirklichung, darzustellen.

Religio:

Das Prinzip Religio wird oft auch "Katholizismus" genannt. Der Glaubensinhalt ist die Lehre von Jesus Christus, an dem die Katholiken ihr Leben orientieren. Die Gläubigen bilden "die katholische Kirche". Diese besitzt in vielfacher Hinsicht eigenen Strukturen. Sie hat ein eigenes Glaubensbekenntnis, in dem die Heilsbotschaft verkündet wird. Sie feiert einen Gottesdienst, in dem die Gläubigen zu einer Gemeinschaft zusammengeschlossen sind. Sie verpflichtet ihre Mitglieder zu einem genau festgelegten sittlichen Verhalten im Leben. Die katholische Kirche hat aber auch eine Soziallehre . Diese besitzt ein System von Aussagen über das Wesen und die Ordnung der Gesellschaft. Nach dem Selbstverständnis der Kirche enstammt diese Soziallehre der christlichen Heilsordnung, in ihrer Gesamtheit d.h. sowohl der natürlichen Vernunft als auch der Offenbarung. Die Soziallehre enthält kein wirtschaftspolitisches Konzept, sondern die Lösung der Probleme fällt in die Zuständigkeit der weltlichen Instanzen. Die Aufgaben dieser Kirche sind sehr vielfältig. Vielleicht haben gerade deswegen viele Menschen zu dieser "Kirche" ein zwiespältiges Verhältnis und meinen, man kann auch ohne diese Organisation an einen Gott glauben. Meine Meinung ist: Ohne diese "Kirche" hätten wir heute gar nicht mehr die Möglichkeit an unseren Gott zu glauben, denn in der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass die Kirche als Wahrerin und Verteidigerin dieses Glaubensgutes über Jahrhunderte hinweg gewirkt hat.

Patria:

Patria wird auch kurz das Prinzip "Vaterlandsliebe" genannt. Wenn beim Lied "Alles schweige , jeder neige" die Stelle "sterben gern zu jeder Stunde" erklingt, muß ich an die Gefallenen der Weltkriege denken. Zum Glück ist es derzeit nicht notwendig fürīs Vaterland zu sterben. An das "gerne sterben" möchte ich überhaupt nicht denken, denn nur im Lied wird allzu oft gern gestorben. Wir haben aber viele andere Möglichkeiten zu zeigen, dass unser Vaterland uns viel bedeutet und dass wir es lieben. Jeder hat diese Möglichkeiten. Nicht nur in der großen Politik, sondern auch durch kleine Taten im Alltag kann Gutes für das Vaterland getan werden.

Amicitia:

Dieses Prinzip wird auch oft "Lebensfreundschaft" genannt. Dieses Wort fasst den Begriff Amicitia aber zu eng.Im Schulungsbehelf 1967 des WStV habe ich Begriffe gefunden, die schlagwortartig zeigen, wie ich mir Amicitia vorstelle: Toleranz, Akzeptanz, Gemeinschaft, Integration, Freundschaft, Spaß und vieles mehr. In einer Gemeinschaft etwas zu erarbeiten, ein Problem gemeinsam zu lösen bringt viel Freude. Aber es führt oft auch zu Schwierigkeiten, weil nicht jeder zur Teamarbeit fähig ist. Es ist für manche nicht leicht ihre Ideen in die Gruppe einzubringen ohne dafür persönliches Lob zu erhalten. Wie man mit diesen Problemen umgeht kann gelernt werden. Leider nützen wir die angebotenen Gelegenheiten nicht.

Scientia:

Dieses Prinzip ist mit einem Schlagwort nicht zu erklären. Die wörtliche Übersetzung des Wortes ergibt zwar "Kenntnis, Wissen", sagt aber nicht viel aus. Mit der Ablegung der Reifeprüfung ist zwar die Voraussetzung für die Mitgliedschaft auf Lebensdauer in einer MKV-Verbindung gegeben, damit sollte dem Prinzip Scientia aber nicht Genüge getan sein. Die Wissensentwicklung in den meisten Stoffgebieten ist heute so groß, dass alle vier Jahre eine Wissens - Verdoppelung stattfindet. Um im Beruf seinen Mann zu stellen ist unermüdliches Lernen erforderlich. Meiner Meinung nach erfüllt nur der das Prinzip Scientia, der versucht sich dieser Herausfordrung zu stellen.

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