Berichte


Krambambuli 2009

Wie im Menue "Bilder" ersichtlich, fand auch heuer wieder eine besonders launige Krambambulifeier statt.Nach dem traditionellen Ablauf hörten wir noch die folgende lustige Rede.

Höret nun die Crambambuli - Predigt:

Liebe Festgemeinde, als ich letztes Jahr meine alljährliche Pilgerfahrt nach Maria Blunzendorf im Prälatental antrat, stellte mir ein junger Ministrant, der sich anscheinend gerade auf eine Prüfung vorbereitete, deren Thema Physik und Religion war, folgende Frage: Ist die Hölle exotherm (Wärme abgebend) oder endotherm (Wärme aufnehmend)? Die meisten Experten untermauern Ihre Antwort auf diese Frage, indem Sie das Boyle-Mariotte-Gesetz heranziehen, welches besagt "Das Volumen und der Druck eines geschlossenen Systems sind voneinander abhängig", d.h. Gas kühlt sich ab, wenn es sich ausdehnt und erwärmt sich bei Kompression. Zuerst müssen wir aber feststellen, wie sich die Masse der Hölle über die Zeit ändert. Dazu benötigen wir die Rate der Seelen, die "zur Hölle fahren" und die Rate derjenigen, die sie verlassen. Ich denke, wir sind uns darüber einig, dass eine Seele, die einmal in der Hölle war, diese nicht wieder verlässt. Wir stellen also fest: Es gibt keine Seelen, die die Hölle verlassen. Um festzustellen, wie viele Seelen hinzukommen, sehen wir uns doch einmal die verschiedenen Religionen auf der Welt heute an. Einige dieser Religionen sagen, dass, wenn man nicht ihrer Religion angehört, man in die Hölle kommt. Da es auf der Welt mehr als eine Religion mit dieser Überzeugung gibt, und da niemand mehr als einer Religion angehört, kommen wir zu dem Schluss, dass alle Seelen in der Hölle enden. Auf der Basis der weltweiten Geburten- und Sterberaten können wir davon ausgehen, dass die Anzahl der Seelen in der Hölle exponentiell ansteigt. Jetzt sollten wir auf einen Blick auf die Volumensänderung der Hölle werfen, da das Boyle'sche Gesetz besagt, daß Temperatur und Druck in der Hölle nur unverändert bleiben, wenn das Volumen der Hölle proportional zum Zugang neuer Seelen expandiert. Daraus ergeben sich zwei Möglichkeiten: 1.Expandiert die Hölle langsamer als die Anzahl der hinzukommenden Seelen, dann steigen Temperatur und Druck in der Hölle an, bis sie explodiert. 2. Expandiert die Hölle schneller als die Anzahl der hinzukommenden Seelen, dann sinken Temperatur und Druck in der Hölle, bis sie gefriert. Zur Lösung führt uns der Ausspruch einer meiner Kommilitonin namens Teresa, die während meiner Studienzeit folgendes zu mir sagte: "Eher friert die Hölle ein, bevor ich mit dir ins Bett gehe..." Da ich bis heute nicht dieses Vergnügen mit Teresa hatte (und wohl auch nie haben werde), muss Aussage 2 falsch sein, was uns zur Lösung bringt: Die Hölle ist exotherm und wird nie einfrieren.

Coleurausflug nach Brünn

Am Morgen des 29. September scharten sich etwa drei handvoll Gothen und Damen beim Bahnhof Hütteldorf um einen flotten Autobus aus Lilienfeld, der trotz der frühen Stunde zahlreiche meist korporierte (Babenberg Lilienfeld) Bewohner der vorhin genannten Stadt in die Bundeshauptstadt transportierte, um ebendiese (nicht die Bundeshauptstadt) zum Zwecke einer Wochenendfahrt nach Brünn aufzulesen. Auf dem Weg dorthin (Donauzentrum) fanden sich drei weitere Bundesbrüder inkl. Anhang ein, um mitgenommen zu werden. Unter der kundigen Leitung des fröhlichen Lilienfelder Anführers Sindbad näherte man sich der Grenze bei Drasenhofen, überquerte diese und machte seinen ersten bier- und kaffeehaltigen Stop bei einer Raststation. Die Stimmung war gut, das Wetter inkl. Bier auch usw. usw. Flugs zog man weiter durch die mährische Landschaft; manch einer schaute beim Fenster hinaus, manch einer fröhnte der kommunikativen Unterhaltung und einige waren vertieft in die informative Lektüre der von der babenbergischen Schubert Abteilung in nahezu professioneller Weise vorbereiteten historisch – kulturell und gastronomisch – bacchantischen Babenberg Nachrichten. So erreichte man Brünn, bezog Quartier im gut gewählten Holiday Inn und bestaunte im Anschluss die Innenstadt nach Mittagessen in der Staro Brno Brauerei und Besuch der genetischen Geburtsstätte (Mendel) sowie des Freiherrn von Trenck auf Burg Spilberk. Die Vorabendmesse wurde vom Jungpriester Kbr. Minkowitsch (Ocist) mit anschliessendem Primizsegen zelebriert.Der Tag klang mit geselligem Beisammensein nach ausgiebigem Abendbuffet im Hotel aus. Die Brünner Innenstadt mit all ihren renovierten Bauwerken im Ringstraßenstil zeigte sich sonntagmorgens von ihrer sonnigen Seite und wurde von der humorvoll kundigen Führerin so wie am Vortag schon mehr oder weniger interessant erklärt. Am frühen Nachmittag verliessen wir Brünn in Richtung Heimat, nicht ohne vorher noch eine mährische Weinverkostung samt typischen Schmankerln zu konsumieren. Der gemütliche Ausklang fand am Kasernberg zwischen Mistelbach und Wolkersdorf statt. Insgesamt ein sehr gelungenes Couleurwochende, für das wir uns ausdrücklich bei der Familie Schubert bedanken wollen, die Idee und Organisation in professioneller Weise zur Verfügung stellte und sich die Latte für eine Wiederholung sehr hoch legte.

Ein herzliches Dankeschön
Dr. cer. Maxi, GoW


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